Ponte Vecchio

29. Juli 2010

Übersetzt heißt Ponte Vecchio „alte Brücke“. Und diesen Namen trägt die älteste und prächtigste der sechs Florentiner Brücken, die über den Arno führen, auch zu Recht. Im 14. Jahrhundert errichtet, ist sie die einzige Brücke Florenz’, die im 2. Weltkrieg nicht zerstört wurde. Auch die tückischen Hochwasser des Arno konnten ihr im Laufe der Jahrhunderte nicht anhaben. Im Jahr 1333 war der hölzerne Vorgänger der Ponte Vecchio einem Wasserhochstand noch zum Opfer gefallen und zerstört. Der aus Stein gemauerte Nachfolger, der heutzutage von vielen Touristen im Rahmen Ihres Italienurlaubs besichtigt wird, zeigte sich da haltbarer.
Das Außergewöhnliche an dieser Brücke ist, dass sie komplett bebaut ist. So reihen sich links und rechts entlang der Straße Ladengeschäfte und Wohnungen aneinander. Früher siedelten sich hier hauptsächlich Gerber und Fleischer an. Also Berufe, die für Ihr Schaffen sehr stark auf Wasser angewiesen waren und auch ihre Abfälle im Arno entsorgten. Im Laufe der Jahre und stärker werdenden Gestanks, wurde auf der Brücke die Ansiedlung dieser Professionen untersagt. So dürfen sich seit 1593 nur noch Goldschmiede auf der Ponte Vecchio ansiedeln. Dieses gilt auch heute noch. Auf der Mitte der Brücke, der einzigen Stelle, an der man auch einen Ausblick auf den Arno erhaschen kann, steht eine Büste des berühmtesten florentinischen Goldschmieds Benvenuto Cellini.

Heutzutage ist die alte Brücke eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Viele Touristen machen hier auf Ihrer Studienreise durch die Toskana Zwischenstopp und schlendern über die Brücke. Außerdem bietet die Ponte Vecchio die beste Möglichkeit aus der Altstadt über den Arno auf die andere Seite zu gelangen, wo mit dem Palazzo Pitti eine weitere wichtige Sehenswürdigkeit wartet.

Urlaub am Lago Trasimeno

17. Februar 2010

Eingebettet in die bezaubernde Landschaft Umbriens ist der Lago Trasimeno der 4. größte See Italiens und der größte See der Appeninhalbinsel. Geschichtlich gewann die Region 217 vor Christus an Bedeutung, als Hannibal hier die Schlacht am Trasminischen See im zweiten Punischen Krieg. Von der totalen Vernichtung der 25.000 Mann starken römischen Armee ist heute allerdings nicht mehr zu sehen.

In den umliegenden Hügeln kann man lange Spaziergänge machen, zwischen Olivenhainen und blühendem Ginster. Sich im nahen Castel Rigone in der kleinen Dorfbar einen Cappuccino genehmigen, mit Blick auf den im Tal liegenden Lago Trasimeno. Kulturlandschaft soweit das Auge reicht. Perugia ist nah und auch Assisi ist eigentlich ein Muss. Oder doch lieber nach Arezzo oder Siena? Oder sich lieber ein lauschiges Plätzchen im Garten suchen und die Sonne genießen. Die Katze jagt eine Heuschrecke, die Hunde holen sich ihre Streicheleinheiten.

Die Region eignet sich hervorragend zum Entspannen und viele Einheimische und Aussteiger aus anderen Nationen genießen hier die Freiheit, auch abseits des Tourismus den italienischen Lebensstil zu vermitteln. Wer sich den Spuren der Geschichte auf friedliche Art und Weise nähern möchte kann dies natürlich auch tun: Die Isola Polvese, eine ehemalige Klosterinsel ist heute ein Naturschutz- und Naherholungsgebiet.

Tipp: Gute Reiseangebote für Lago Trasimeno.